Berns Zukunft entwickeln

by Roland Batt 0 Comments

Sommerzeit, Hitzetage und jetzt noch Politik, das könnte eine fast unverdauliche Herausforderung für viele von uns sein. Ich halte mich an den genialen Denker Rolf Dobelli (in Bern), der bewusst auf viele Infos aus den Medien verzichtet und sich in erster Linie den Themen widmet, die er selber beeinflussen kann, die in seinem direkten Lebensraum angesiedelt sind. Mir ist KOBE ein sehr grosses Anliegen, und ich schlage vor, dass wir uns in grosser Zahl mit diesem Zukunftsprojekt „Region Bern 2050 und später“ beschäftigen und darüber diskutieren.

KOBE ist die Idee der Gemeinde Bern mit Agglomerations-Gemeinden einen Zusammenschluss zu diskutieren. Bolligen gehört zu den Gemeinden, die  bereit sind, diesen anspruchsvollen Weg zu gehen. Bremgarten, Frauenkappelen, Kehrsatz und Ostermundigen sitzen mit Bern an einem Tisch. Seit Sommer 2019 sind in umfassenden Diskussionen von Fachgruppen der sechs Gemeinden eine Machbarkeitsstudie „Kooperation Bern“ und umfassende Berichte zu Sachbereichen (zB Dienstleistungen Verwaltung, Schul- und Sozialwesen, Raumplanung, Finanzen, Personalwesen und Pensionskassen etc) erarbeitet worden.

Bis am 31. August 2020 können die Bewohner Bolligens ihre Stellungnahme zu den vorliegenden Erkenntnissen und Modellen formulieren. Später darf die Bevölkerung entscheiden, ob vertiefte, ernsthafte Verhandlungen über eine Fusion der Gemeinde mit Bern und eventuell auch den anderen genannten Agglomerationsgemeinden aufgenommen werden sollen. In diesem langen Prozess werden alle relevanten Aspekte der späteren Aufteilung von Aufgaben des Gemeinwesens (von Abfall bis Zivilschutz) diskutiert und den Wünschen der Partnergemeinden angepasst. Eine Volksabstimmung soll, ebenfalls nach breiter Debatte in der Bevölkerung entscheiden, ob eine Fusion mit Bern sinnvoll ist.Ich bin überzeugt, dass es unsere Pflicht ist als verantwortungsvolle, an der weiten Zukunft unserer Gemeinde und der Hauptstadtregion der Schweiz interessierte Menschen, diese KOBE kennenzulernen (Lektüre im Internet www.kooperationbern.ch), darüber nachzudenken und zu diskutieren und erst dann zu entscheiden, welchen Weg Bolligen gehen soll.

Roland Batt, 18.08.2020

Gemeindepolitik ist Sachpolitik

Der Wahlkampf in Bolligen ist in vollem Gange. Eines wird deutlich, wenn man die Inserate und das Werbematerial unter die Lupe nimmt: Auf Gemeindeebene unterscheiden sich die Forderungen der Parteien und auch die von uns, bp-Bolligen Parteilos, nur in geringem Masse: Für ein lebenswertes, lebendiges, sicheres, nachhaltiges und bezahlbares Bolligen sind alle. Ebenso für eine menschliche, lösungsorientierte, rücksichtsvolle, gradlinige Politik. Und auch hinter die Forderung nach regionaler Zusammenarbeit, einem familienfreundlichen Umfeld, umweltschonendem Handeln, moderatem Wachstum sowie Schuldenabbau und gesunden Finanzen können sich wohl alle sechs Gruppen stellen, die Listen eingereicht haben. Die Einigkeit rundum zeigt, dass in der Gemeinde Sachpolitik dominiert. Von ideologischen Auseinandersetzungen, wie sie mitunter auf anderen Ebenen stattfinden, ist in Bolligen wenig zu spüren. Übrigens auch nicht im Gemeinderat, in dem ein gutes Klima herrscht. Sachpolitik vor Parteipolitik – das soll auch in Zukunft so bleiben. Dafür werden sich die Kandidatinnen und Kandidaten der Liste 3 von bp-Bolligen Parteilos einsetzen – und natürlich auch der Schreibende als Gemeindepräsident.

Rudolf Burger, Gemeindepräsident, bp-Bolligen Parteilos

Veröffentlicht am 27.10.2016 in der Bantiger Post