Senta C. Haldimann, Kandidatin für den Gemeinderat, zum Thema Schulwegsicherheit

Mit der Zusammenlegung der Primarschulen ins Schulhaus Lutertal und dem daraus resultierenden neuen Schulweg für viele PrimarschülerInnen, wurde die Schulwegsicherheit zu einem viel diskutierten Thema. Anlässlich der Informationsveranstaltung „Lotsendienst / Schulwegsicherheit“ (20.06.2016 im Reberhaus), haben sich mehrere Eltern bereit erklärt, als Begleitgruppe Schulwegsicherheit den weiteren Prozess mitzugestalten. Diese Begleitgruppe hat nun Senta Haldimann zum Thema Schulwegsicherheit befragt:

Was ist Ihr Standpunkt zur Schulwegsicherheit in Bolligen?

Die Schulwegsicherheit hat für mich oberste Priorität, damit die Schulkinder ihren Schulweg zusammen mit ihren Schulkameraden selbständig und zu Fuss machen können. Ich denke, dass die Schulwegsicherheit in den Quartieren gegeben ist. Jedoch ist die Querung der Bolligen- und Krauchthalstrasse sicher kritischer. Eine umfassende fachkundige Beurteilung der Schulwegsicherheit masse ich mir als Laie jedoch nicht an.

Im Bildungsreglement der Schule Bolligen wird im Artikel 21 darauf hingewiesen, dass der Schulweg in die Verantwortlichkeit der Eltern fällt. Ich bin der Meinung, dass die Gemeinde sich mit diesem Artikel nicht aus der Verantwortung ziehen kann, und dass die Eltern nur für einen „zumutbaren Schulweg“ verantwortlich sind. Doch gerade die Zumutbarkeit eines Schulwegs gibt natürlich Anlass zu hitzigen Diskussionen – wie bei dem Fussgängerstreifen auf der Krauchthalstrasse.  Da diese „Zumutbarkeit“ nicht in Reglementen klar definiert ist, ist es meiner Meinung nach an der Gemeinde, die Schulwegsicherheit von Fachpersonen abklären zu lassen und entsprechend notwendige Massnahmen einzuleiten, um einen zumutbaren Schulweg sicher zu stellen.

Mit der Zusammenlegung der beiden Schulhäuser hätte bereits vorab ein offizieller Schulwegplan erarbeitet und umgesetzt werden sollen. Dies sollte meiner Meinung nach nun rasch nachgeholt werden.

Wie stehen Sie zum bestehenden Lotsendienst und dessen Fortführung?

Der bestehende Lotsendienst ist eine sehr gute ergänzende Massnahme zum baulich angepassten Fussgängerstreifen an der Krauchthalstrasse. Insbesondere für den Start ins neue Schuljahr und zum Einüben des neuen Schulwegs der Kinder aus dem ehemaligen Flugbrunnenschulhaus hat der Lotsendienst sicher wesentlich zur Sicherheit beigetragen.

Eine Fortführung des Lotsendienstes ist grundsätzlich sinnvoll. Es sollte aber vorgängig mit den beteiligten Lotsen diskutiert werden, ob und wie der Lotsendienst sinnvoll angepasst werden könnte. Nur mit Mühe konnte eine genügende Anzahl von Lotsen gefunden werden. Die Fortführung steht und fällt leider auch mit der Bereitschaft von Freiwilligen, diese Aufgabe zu übernehmen. Engagierte Bolligerinnen und Bolliger sind daher gefragt!

Was halten Sie von einer Temporeduktion (Tempo 30) auf der Krauchthalstrasse?

Eine Temporeduktion auf den kritischen Streckenabschnitten ist aus meiner Sicht eine gute Lösung für eine bessere Schulwegsicherheit, insbesondere da sie unbeschränkt wirkt – also nicht wie der Lotsendienst nur während bestimmten Zeitfenstern.

Gemäss Aussagen am Informationsabend vom 20. Juni 2016 hatte der Gemeinderat bis anhin darauf verzichtet, einen Bewilligungsantrag für eine Geschwindigkeitsreduktion auf der Bolligen- bzw. Krauchthalstrasse zu stellen, da die kantonalen Behörden nach Einschätzung des Gemeinderats die Bewilligung nicht erteilen würden. Ich bin der Meinung, dass die Ablehnung nicht zum Vornherein klar ist, und der Gemeinderat deshalb umgehend das Verfahren für die Einführung einer Geschwindigkeitsreduktion starten soll.

Sollte der Kanton die Geschwindigkeitsreduktion bewilligen, wäre vermutlich der Lotsendienst nicht mehr notwendig.

Bolligen hat eine eigene App !!

Schon gewusst? Die Gemeinde Bolligen bietet seit April 2016 als Ergänzung der Webseite zusätzlich ein Gemeinde-App für iPhone und Android-Geräte an. Die App stellt eine praktikable und ergänzende Informationsmöglichkeit zum Mitteilungsblatt und der Webseite dar.
Die App kann auf einem Smartphone oder Tablet installiert werden. Dadurch ist es beispielsweise möglich, eine Benachrichtigung zur nächsten Altpapiersammlung oder den Neuigkeiten zu abonnieren. Hier die Liste der verschiedenen Infos, welche die App zur Verfügung stellt:

FullSizeRender

Bild2

Schulwegsicherheit über die Bolligenstrasse – Eltern sind nicht zufrieden

Die Schulwegsicherheit an der Bolligenstrasse führt seit einigen Monaten zu hitzigen Diskussionen. Im Rahmen der Zusammenlegung der beiden Schulhäuser werden die rund 130 Schülerinnen und Schüler aus dem Flugbrunnenschulhaus ab Mitte August in das Lutertalschulhaus gehen müssen. Ein Grossteil der Schülerinnen und Schüler müssen dann die Bolligen- bzw. Krauchtalstrasse überqueren. Die Schulwegsicherheit war stets Teil des Projekts zur Zusammenlegung der Schulhäuser. Der Kanton ist daher momentan dabei, an verschiedenen Orten den Übergang mit Mittelinseln sicherer zu machen. Dies bedingt bauliche Massnahmen und für die Verbreiterung der Strasse müssen zudem private Landeigentümer enteignet werden. 

Am 20. Juni 2016 hatte der Gemeinderat nun zu einer Infoveranstaltung zum Lotsendienst für die Fussgängerüberquerung auf der Bolligenstrasse eingeladen, da betroffene Eltern der Meinung sind, dass die Schulwegsicherheit trotz der baulichen Massnahmen noch immer nicht genügend ist.

Die Disksussion um die Schulwegsicherheit war sehr emotional. Viele Rednerinnen und Redner haben dem Gemeinderat Vorwürfe gemacht, zu wenig gemacht zu haben. Aber keiner der Redner hat auch nur ein positives Wort fallen lassen, dass die Mittelinseln gebaut werden. Jeder, der zur Zeit an der Baustelle vorbei fährt, sieht, wie aufwändig die baulichen Massnahmen sind. Dass die Kita Butzus rund 50m2 von ihrem Garten zu Gunsten der Mittelinsel verliert, wurde als selbstverständlich hingenommen.

Es ist sehr erfreulich, dass nun auch noch grosse „Schule“-Markierungen (auf eine Länge von 6m) auf die Strasse gemalt werden. Zudem soll die Beleuchtung (LED) im Bereich des Fussgängerstreifens erneuert werden. Zusätzlich ist die Gemeinde bereit, die Organisation eines Lotsendienstes zu übernehmen. Dafür wird bis Ende Jahr ein Betrag von CHF 5000 eingestellt.

Gemäss den Aussagen des Gemeindepräsidenten, Rudolf Burger, wurde bis anhin darauf verzichtet, einen Bewilligungsantrag an den Kanton für eine Geschwindigkeitsreduktion für die Bolligenstrasse zu stellen, da nach Einschätzen des Gemeinderats die Bewilligung kaum durch gekommen wäre. Es ist sehr schade, dass die Gemeinderat diese Einschätzung bis jetzt selber vorgenommen hat und damit eine mögliche Geschwindigkeitsreduktion von vornherein schon verunmöglicht hat. Es ist daher nun dringend an der Zeit dieses Versäumnis nachzuholen. An der Infoveranstaltung hat der Gemeindepräsident nun versprochen, schon an der nächsten Gemeinderatssitzung das Verfahren für die Einführung einer Geschwindigkeitsreduktion zu starten.

Hier der Beitrag in der BZ vom 23.06.2016

bp-Bolligen Parteilos mit Schwung ins Wahljahr 2016

Am 31.Mai 2016 hat im Reberhaus die jährliche Hauptversammlung von Bolligen Parteilos stattgefunden. Um das Wichtigste vorwegzunehmen: Gemeindepräsident Rudolf Burger hat an der Hauptversammlung bestätigt, dass er für eine dritte Amtsperiode als Gemeindepräsident kandidieren werde. Wir freuen uns, dass Rudolf Burger sich für eine Wiederwahl zur Verfügung stellt.

Eine Zusammenfassung über die jährliche Hauptversammlung wurde in der Bantiger Post am 16.06.2016 veröffentlicht.

Hier der Beitrag in der Bantiger Post.

Linde-Deal unter Dach

Der Entscheid ist mit 1541 Ja – zu 1086 Nein-Stimmen sehr deutlich ausgefallen. Damit steht die Mehrheit der Bolligerinnen und Bolliger klar und deutlich hinter dem Vorschlag des Gemeinderats. Eine Anzeige wegen ungetreuer Amtsführung gegen den Gemeinderat, wie es das Referendumskomitee anscheinend prüft (gemäss Bundbeitrag vom 06.06.2016), wäre absolut unangebracht und ein Hohn gegen das Stimmvolk von Bolligen !!

Hier ist der Beitrag im Der Bund vom 06.06.2016, Seite 21

Theorie und Praxis bei der Energiewende: Bolligen ist frustriert

Das ist ja mehr als paradox und erinnert an kafkaische Zustände…..

Die Berner Vorortsgemeinde Bolligen wäre bereit für einen substanziellen Beitrag zur Energiewende. Mit einem neuen Fernwärme-Werk, das alte Heizungen in grossen Überbauungen ersetzen soll. Genau so, wie es die Berner Regierung predigt. Aber das Projekt droht zu scheitern. Am Widerstand der Ämter.

Schaut Euch hier den Beitrag auf SRF vom 12.11.2015 an!

Neue Webseite bp Bolligen Parteilos

Es ist soweit: Nach über 10 Jahre erhält unsere Webseite ein neues Gesicht. Die Webseite sieht nun um einiges eleganter und moderner aus. Zudem ist sie auch für Mobiltelefone und Pads kompatibel. Ebenfalls neu ist unser Blog !!

Wir laden Euch herzlich ein, unsere Beiträge regelmässig zu lesen und die Kommentarfunktion fleissig zu nutzen!

Sturm um die Linde

Die Lösung um die Linde ist tragbar. Schade nur, dass der Gemeinderat es verpasst hat, die Bevölkerung transparent und offen zu informieren und damit den Argumenten der Gegnerschaft den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Wieso gibt es keine Verkehrswertschätzung des Gebäudes aus dem Jahr 2015? Eine Verkehrswertschätzung des Gebäudes UND des Bodens aus dem Jahr 2010 (wie diese im Abstimmungsbüchlein zitiert wird) ist bereits veraltet und wenig sinnvoll. Der Boden wird ja gemäss dem Vorschlag des Gemeindesrats über das Baurecht vergeben. Ich bin der Meinung, dass die Auflagen für die Nutzung des Gebäudes recht hoch sind, und dass dieses Risiko z.B. über den aktuellen Verkehrswert des Gebäudes abgegolten werden kann. Aber das müsste natürlich transparent und offen ausgewiesen werden.

Was auch nicht klar ist: warum soll der grosse Parkplatz ebenfalls über das Baurecht abgegeben werden, um damit die Baulandreserve für 50 Jahre zu blockieren? Könnte die Gemeinde die Parzelle nicht behalten und nur einen Teil des Parkplatzes an des Ehepaar Walther vermieten?

Hier der Beitrag im Der Bund vom 24.05.2016, Seite 23